Texas Holdem Poker ist eine Variante des Poker-Spieles. Mittlerweile gehört sie zu den beliebtesten Spielvarianten und wird meist im Internet, Spielkasinos und bei Turnieren gespielt.

Spieleranzahl

Beim Texas Holdem Poker spielen mindest zwei Spieler, was man als Heads-up bezeichnet. Besser ist es jedoch, man spielt mit mehreren Personen. Ein Limit an Spielern gibt es nicht, sodass es möglich ist, Turniere mit 3000 Spielern oder mehr zu veranstalten. An einem Pokertisch können bis zu zehn Spieler Platz nehmen. Sind bei einem Turnier mehr als zehn Spieler, so spielt man an verschiedenen Tischen, bis es zum sogenannten Final-Table kommt, bei dem die letzten zehn Spieler aufeinandertreffen.

Spielkarten

Gespielt wird Texas Holdem Poker mit einem französischen Kartenblatt mit 52 Karten. Richtige Pokerkarten sind meist ein wenig größer als gewöhnlich und sollten am Besten aus Kunststoff bestehen, damit sie möglichst lange die Form behalten und nicht knicken.

Die Texas Holdem Poker Regeln

Neben den Spielern am Tisch, gibt es einen Dealer, welcher über die gesamte Spielzeit die Karten mischt und ausgibt. Bevor die erste Hand gespielt wird, bekommt jeder Spieler nach dem Mischen des Dealers eine offene Karte hingelegt. Wer die höchste Karte hat, der beginnt die Runde als Dealer. Das bedeutet jedoch nicht das Er/Sie nun die Karten geben muss, das übernimmt weiterhin der Croupier oder ein vorher bestimmter Dealer. Von Bedeutung ist die Bestimmung des ersten Dealers für die Blinds. Derjenige, welcher Links vom Dealer sitzt, ist Small-Blind und der Spieler links vom Small-Blind ist der Big-Blind.
Die Blinds sind vorher festgesetzte Einsätze, die die Spieler setzen müssen, um die nächsten Karten zu sehen. Die Spieler, die am Blind sitzen, müssen den Blind auf jeden Fall setzen. Alle anderen dürfen sich entscheiden. Der Big-Blind ist meist der doppelte Einsatz des Small-Blindes.
Sind die Blinds gesetzt, teilt der Dealer die Karten aus. Dabei bekommt jeder Spieler zwei Karten. Nun beginnt die erste Runde. Befindet man die eigenen Karten für gut und möchte weitere Karten sehen, so muss man den Big-Blind setzen. Wer besonders gute Karten hat, der kann ebenso erhöhen. Sind die eigenen Karten schlecht, so kann man die Karten auch wegwerfen und spielt diese Pokerrunde nicht mit.
Sind alle Einsätze gesetzt, so kommen drei offene Karten in die Mitte des Tisches, der sogenannte Flop. Nun muss jeder Spieler schauen, ob die Karten zu seinem eigenen Blatt passen oder nicht. Jeder spielen kann nun entscheiden, ob er rausgeht, erhöht oder checkt, was bedeutet, das man die nächste Karte sehen möchte, ohne etwas zu setzen. Setzt jemand einen Betrag, so hat man nur die Wahl mitzugehen oder die Karten wegzuwerfen. Dann kommt die Turn Karte, welches eine weitere Karte ist. Die verbleibenden Spieler können wieder checken, setzen oder wegwerfen. Zum Schluss legt der Dealer die River-Card. Dies ist die letzte Karte vor dem Showdown, das heißt, man kann das letzte Mal erhöhen oder nicht. Nachdem die Einsätze gesetzt wurden, werden die Karten offengelegt und der Spieler mit dem höchsten Blatt gewinnt.

Die Kartenkombinationen

Die niedrigste Hand ist die High Card. Das bedeutet, man hat nichts getroffen und spielt die höchste Karte seiner Hand. Das nächsthöhere Blatt ist ein Paar. Das bedeutet, man hat zwei Karten mit gleichem Wert, beispielsweise zwei Buben. Höher als das Paar sind Two Pairs, also zwei Paare. Dies wird geschlagen, von einem Drilling. Ein Drilling bedeutet drei Karten mit gleichem Wert, wie zum Beispiel drei Damen. Das nächsthöhere Blatt ist dann die Straße. Hat man fünf aufeinanderfolgende Karten, ganz gleich welche Spielfarbe, so nennt man dies eine Straße. Die Straße ist jedoch nicht die höchste Kombination. Über der Straße ist der Flush, was bedeutet man hat fünf Karten derselben Spielfarbe. Diese müssen nicht in einer Reihenfolge liegen. Höher als der Flush ist dann noch das Full House. Das bedeutet, man hat einen Drilling und ein Paar. Dann gibt es noch einen Vierling der jedoch noch von einem Straight Flush geschlagen werden kann. Das heißt, man hat eine Straße in der gleichen Spielfarbe. Das höchste Spielblatt beim Texas Holdem ist der Royal Flush. Hat man die Zehn, Bube, Dame, König und Ass in einer Spielfarbe, so ist das ein Royal Flush.

Texas Holdem Poker ist nicht nur reine Glückssache, sondern vor allem ein Strategiespiel. Außerdem muss man viel überlegen und eventuell auch die Wahrscheinlichkeit berechnen, die ein Blatt haben könnte. Dies hilft natürlich nicht immer, kann aber gewisse Vorteile bringen. Doch nicht nur die Karten entscheiden, sondern ebenso die Spieltaktik. Wer aggressiv spielt und vielleicht blufft, also eine Hand vorgibt, die er nicht hat, der gewinnt manchmal öfter.